Fünfzig Mal!

Fünfzig Mal ham’s mi noch meiner Adress und dem Geburtsdatum gfrogt, wie i ins
Kraunkenhaus miaßn hob, wal i in da Nacht auss’n Bett gfolln bin. Dabei hot die Schwesta vom Heim eh ois mitgeben, meine gaunzen Daten.

Fünfzig Mal ham’s daunn nochgfrogl, ob i amend a Zusotzvasicherung hätt.

Fünfzig Mal hob i aungläutet um die Schüssel. Nach 50 Minutn sans kumman und i bin schon gschwumman.

Fünfzig Mal hobens mir seither a frische Windl verpasst, obwohl i goar kane brauchen tät.

Fünfzig Mal pro Tog sog i: “Ma l bin eh so daunkboar, jo daunkschean, ihr seid’s olle so liab, i bin so daunkboar, ” wal i Aungst hob, dass goar keiner mehr zu mir kummt, wenn i ehrlich sog, was i mir denk.

Fünfzig Mal frogens mich, ob ich noch was essen will, obwohl ich eh schon drei Mal gsogt hob, dass ich satt bin.

Fünfzig Mal bin i seither untersucht worden und a jeder druckt auf meiner geprelllen Rippen herum und frogt blöd: „Tuat‘s weh?“

Fünfzig Mal hob l drauf gsogt; „Na, des sind Freudenfränen, weil ihr alle so Iiab
seid’s.‘

Alles Gute zum fünfzigsten Mal!

Eure
Ermi-Oma